Auf dem Stellplatz südlich von Split habe ich vier Stunden auf dem Boden gelegen und versucht, drei Bolzen zu lösen.
Mit allem, was im Werkzeugkasten war.
Ratsche, Gelenkkopf, Ringschlüssel, kurze Knarre. Nichts hat funktioniert.
Erst Klaus aus Hamburg, der zufällig auf den Platz fuhr, hat mir erklärt, warum.
Moderne Motorräume werden nicht für Menschen gebaut. Sie werden für Maschinen gebaut.
Industrieroboter setzen die Schrauben in der Fabrik — und Roboter brauchen keinen Schwenkraum. Roboter haben keine Knöchel. Roboter beschweren sich nicht.
Und je enger die Ingenieure den Motorraum packen, desto schneller läuft die Produktion.
Weniger Bauraum, kürzere Roboterwege, schnellere Taktzeiten.
Ein einziger eingesparter Zentimeter, mal hunderttausende Autos pro Jahr, mal die gesamte Produktionszeit eines Modells — das sind hunderte Millionen Euro. Pro Modell. Pro Hersteller.
Ob du da in drei Jahren mit einer Ratsche rankommst, spielt in dieser Rechnung keine Rolle.
Das Ergebnis kennst du: Du siehst die Schraube, du weißt welche Nuss drauf muss — aber kein Finger und kein Werkzeug passt mehr rein.
Und genau deshalb hat keine der oben genannten Lösungen funktioniert. Sie alle brauchen Schwenkraum, den es nicht gibt.